Albert Ellis


Dr. Albert Ellis, oder Al, wie die meisten ihn nannten, wird von Experten als der zweit einflussreichste Psychotherapeut der Geschichte angesehen, gefolgt von Sigmund Freud, auf Rang 3. 

Bedenkt man, dass Ellis eher zufällig zur Psychotherapie stieß, ist dies eine amüsante Ehre. Al begann sein Studium der Psychologie nachdem er feststellte, dass er ein besonderes Gespür dafür hatte, anderen zu helfen. Er wurde als Psychoanalytiker ausgebildet. Nach einigen Jahren des Praktizierens frustrierte sich Ellis an dem  mühsamen und trägen Ansatz, den er für ineffizient hielt. Aufgrund einer Reihe von Einflüssen, inklusive Zufällen, entwickelte Ellis die erste sogenannte kognitive Verhaltenstherapie. Sie war eine Revolution und Ellis wurde praktisch von allen Psychologen und Psychiatern dafür gehasst. Diese dachten es wäre oberflächlich und dumm. Zudem verübelten sie Ellis, dass er sagte, eine jahrelange Therapie müsse nicht sein. Jetzt ist REVT die Grundlage fast aller anderen Therapien, ob sie es wissen oder nicht.

Ellis war ein Unikum. Er wurde einige male als der Lenny Bruce der Psychotherapie bezeichnet. Trotz seiner Exzentrik widmete sich Dr. Ellis dem Helfen anderer. Bis zu seinem Lebensende arbeitete er täglich oft bis zu 14 Stunden, sogar von seinem Bett im Krankenhaus aus. Er schrieb und beteiligte sich an mehr als 70 Büchern, verfasste etwa 1000 empirische Artikel für Fachzeitschriften und nahm hunderte Stunden von Selbsthilfe-Audio und –Videokassetten auf. Auch nach seinem Tod unterstützt sein Vermächtnis Patienten und REVT-Therapeuten gleichermaßen. 

Nach Jahrelangem Kampf mit seiner schlechten Gesundheit verstarb Al, ein hartgesottener Therapeut in einem weichherzigen Beruf, am 24. Juli 2007 im Alter von 93 Jahren.

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